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175 Jahre Schützencorps Aerzen e. V.


1836 - 2011

Ein Traditionsverein im Wandel der Zeiten – Daten, Fakten, Rückschau


Das Schützencorps Aerzen e. V. ist heute der älteste Verein in der Gemeinde und auch der älteste Schützenverein im Landkreis Hameln-Pyrmont. In seinen Anfängen noch als Bürgerwehr gegründet, veränderte sich das Bild in der Folgezeit immer wieder, auch Namen und Ziele.

Grund genug, einmal wieder zurück zu schauen und an wesentliche Daten und Ereignisse zu erinnern, die den Werdegang dieses Traditionsvereins geprägt haben.

Im Gründungsjahr 1836 wurde die Fahne dem jungen Schützencorps übergeben und eingeweiht. Dies ist durch eine Urkunde vom 30.06.1836 belegt. In dieser Urkunde heißt es, dass ein „Fräulein Lauenstein“ zur Fahnenübergabe folgende Worte sprach:

„Von den versammelten Jungfrauen bin ich beauftragt, Ihnen werte Schützengesellschaft, diese Fahne zu überreichen. Nehmen Sie diese kleine Gabe, das Werk unserer Hände, freundlich an. Sie führe und begleite Söhne und Töchter zu dem Genuss unschuldiger Freude, sie sei nach einer langen Reihe von Jahren Zeuge früherer Tage, die Gott diesem Flecken schenken wolle. Sie belebe mit herzlicher Brust echten Bürgersinn, auf dass Aerzens Bürger treu, vereint und fest zusammenhalten, stark sind wie der Löwe, der unsere Fahne ziert. Sie erhalte Frieden und Eintracht unter uns, damit der Herr des Friedens mit uns und Aerzen sich immer glücklich fühle unter des Höchsten Schutz. Mit unseren herzlichen Wünschen übergebe ich Ihnen jetzt diese Fahne in Ihre Hände.“

Es folgten die Dankesworte eines nicht mehr bekannten Schützenbruders:

„Haben Sie Dank, geehrte Jungfrauen für das teuer Geschenk, das Sie uns überreicht haben. Wir nehmen es an mit freudigem frohen Herzen und werden es gewiss treu im Heiligtum bewahren. Wir hoffen, dass die Wünsche, die Sie soeben fürs Aerzener Wohl ausgesprochen haben,…….in froher Erfüllung gehen mögen. Es lebe unser verehrter König, unser teures Vaterland wie auch sämtliche Bewohner des Fleckens Aerzen. Hurra!“

Ein weiterer historischer Hinweis aus dieser Zeit ist der prächtige Pokal aus dem Königshaus Hannover, der sich seit 1857 im Besitz des Vereins befindet. Er trägt die Inschrift: “Ernst August, Kronprinz von Hannover, dem Schützencorps Aerzen 1857“.

Das Schützencorps (mit seinen 4 Kompanien) muss in diesen Jahren sehr bedeutsam gewesen sein. Nur so ist diese besondere Ehrung aus dem Königshaus zu erklären.

Um 1890 wurde das Schützencorps Aerzen in den „Aerzener Bürgerverein“ umbenannt. Dies ist nur noch durch ein altes vorhandenes Mitgliedsbuch dokumentiert. Der Verein hat jedoch nicht lange existiert.

Am 13. Juli 1895 wurde dann (mit großer Mehrheit der Mitglieder des Schützencorps Aerzen) der „Schützen-Corps-Club Ernst August“ gegründet.

In der Satzung der ursprünglichen Bürgerwehr werden erste Veränderungen deutlich:

1. Name und Zweck des Vereins

§ 2 Der Zweck des Clubs ist, die Gemütlich- und Geselligkeit unter seinen Mitgliedern zu fördern und zu pflegen in wöchentlichen regelmäßigen Versammlungen resp. Club-Abenden. Etwaige Feste des Clubs werden durch die Generalversammlung näher bestimmt und eingerichtet. Politik und Religion sind von den Verhandlungen ausgeschlossen.“

Die politische Lage im 19. Jahrhundert sowie die großen Kriege (1870-1871, 1914-1918, 1939-1945) und die damit einhergehenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen haben die Geschichte des Vereins stets mitgeprägt oder bestimmt. Leider sind viele Dokumente in den Kriegswirren verloren gegangen, sodass eine lückenlose Rückschau nicht mehr möglich ist.


Zur jüngeren Geschichte:

Erst viele Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges (1924) wurde unser Schützencorps durch den damaligen Vorsitzenden Paul Quast wiederbelebt. Heinrich Meyer wurde 1928 sein Nachfolger. 1930 übernahm Heinrich Schrieber nun für viele Jahre die Verantwortung als 1. Vorsitzender bis 1953. Danach wurde August Schwekendiek Chef des Schützencorps bis 1962. Willi Schatte (sen.) wurde sein Nachfolger. Ab 1969 übernahm Karl Schwekendiek (Sohn von August Schwekendiek) den Vorsitz im Schützenkorps. Er führte den Verein 17 Jahre bis er verstarb (1986). Diethelm Adams wurde nun erster Vorsitzender. Er lenkte die Geschicke des Vereins 24 Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 2010. Wolfgang Blum wurde sein Nachfolger.

1928 wurde ein provisorischer Schießstand am „Edenhall Teich“ geschaffen. Ein zeitgemäßer und mustergültiger Kleinkaliberstand wurde 1937 in Eigeninitiative und durch Selbstfinanzierung des Schützencorps fertiggestellt. Den neuartigen Scheibenzug der Schießbahn entwickelte Aerzens Zimmermeister Erich Mestmäker. In diesen Jahren stand der Schießsport im Vordergrund. Aerzener Schützen errangen in der Region beachtliche Erfolge. Aber auch gesellige Veranstaltungen, wie Schützenfeste oder das Karpfenessen in Edenhall waren Bestandteil des Vereinslebens.

Der letzte Weltkrieg riss große Lücken in die Reihen der Mitglieder des Schützencorps und stoppte seine Entwicklung - wie auch bei anderen Vereinen - für viele Jahre.

Am 4.4.1945 wurde der Verein aufgelöst, das Vereinsvermögen beschlagnahmt und das Schützenhaus für Vertriebenenfamilien in Anspruch genommen. Die Geschossbahn wurde als Gartenland verwendet und das Holz des Scheibenstandes als Brennholz genutzt.

Heinrich Schrieber war es wiederum, der 1950 im Saale des Ausflugslokals „Edenhall“ das „Luftbüchsenschießen“ organisierte.

Mit Unterstützung durch die Gemeinde Aerzen wurde auch der Kleinkaliberschießstand 1952 (Baujahr 1934) wieder freigegeben. Durch Eigenleistung der Mitglieder wurde er nach damaligen Sicherheitsvorgaben ausgebaut. Die Schutzwälle wurden erhöht, das Schützenhaus mit großem Aufwand erneuert und die Anlage schließlich 1953 wieder seiner Bestimmung übergeben.

In diesen Jahren blühte der Schießsport in Aerzen auf. Mannschaften des Vereins fanden in der näheren Umgebung kaum Konkurrenz. In erster Linie wurde mit dem Kleinkalibergewehr geschossen, aber auch mit dem Luftgewehr trainiert. Weil kein eigener Schießstand zur Verfügung stand, wurde Luftgewehrschießen im Saal im Gasthaus Edenhall durchgeführt. Langsam kamen auch hier die Erfolge. Manfred Brand errang 1958 erstmalig die „goldene Schützennadel“ mit 135 Ringen. Auf Grund des wachsenden Interesses wechselten die Luftgewehrschützen dann in den Saal im Gasthaus „Am Bahnhof“, um an mehreren Bahnen trainieren zu können. Weil dieser Stand nach einiger Zeit auch nicht mehr ausreichte, wurde zum Gasthof Dormann gewechselt. Nun standen 7 Zuganlagen zur Verfügung. Der Kleinkaliberstand wurde jetzt mit automatischen Scheibenzuganlagen ausgerüstet.

Seit 1962 machte das Schützencorps vor allen Dingen durch sportliche Erfolge weit über die Kreisgrenzen auf sich aufmerksam. In erster Linie waren es die Pistolenschützen, die auf Kreis- und Landesebene auf sich aufmerksam machten. Mehrere Kreis- und Bezirksmeistertitel sowie hervorragende Platzierungen auf Landesebene holten die Schützen aus Aerzen (Horst Schmidtke, Horst Schwekendiek, Gerhard Frohmann, Heinz Wendt, Dieter Kropp).

1967 wurde die Damenabteilung gegründet. Die erste Damenleiterin war Wilma Mohr. Ihr folgten Anne Kropp, Ursula Brinkmann, Karin Sderra und Sigrid Timmermann in diesen ersten Jahren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten sich die Schützenschwestern bald durch hervorragende Platzierungen im Pistolenschießen hervortun. Rosi Klemm beispielsweise konnte sich wiederholt in die Kreisrekord- und Kreismeisterliste eintragen. Regelmäßige wöchentliche Übungsschießtermine, Wanderungen und gesellige Zusammenkünfte prägten die Gemeinsamkeiten der Damenabteilung.

1969 wurde ein erfolgreiches Jahr für das Schützencorps. Mit großem Arbeitseinsatz zahlreicher Mitglieder wurde das Vereinsheim in der Domänenburg aufgebaut und eingerichtet. Es konnte im Herbst eröffnet werden und fand allgemeine Anerkennung. Die vorbildlichen Trainingsstätten trugen in den folgenden Jahren dazu bei, dass sich der Schießsport weiterentwickelte. So konnten sich die Altersschützen Ernst Martschin, Heinrich Diel, Georg Heyne und Otto Schacht bei den Landesmeisterschaften ganz vorn platzieren. Noch erfolgreicher waren Kurt Hundertmark, Dieter Kropp, Horst Schmidtke und Heinz Wendt, die an Ausscheidungswettkämpfen für die Landesverbandsmannschaft und eine Einberufung in die Landesauswahl aufweisen konnten. Auch der Nachwuchs war erfolgreich. Wolfgang Henze kehrte als deutscher Vizemeister mit der Luftpistole und nur einem Ring Rückstand von den deutschen Meisterschaften heim.

1971 feierte das Schützencorps sein 135-jähriges Bestehen mit einem Schützenfest mit zahlreichen befreundeten Vereinen aus nah und fern. Das Jubiläum wurde unter reger Anteilnahme der Bevölkerung gefeiert, die der Pflege des Schießsports und des Brauchtums Achtung zollten.

1973 wurde unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Karl Schwekendiek, mit tatkräftiger Unterstützung von Ernst Martchin, ein Jugendspielmannzug gegründet, der in der Folgezeit viel Bewunderung und Begeisterung auch außerhalb von Aerzen auslöste. Diese unter vielen Schwierigkeiten zusammengestellte Truppe (mehr als 70 aktive Mitglieder!) war für den Verein und für das Gemeinwesen in Aerzen eine große Bereicherung. Ihre Auftritte mit ihren prächtigen farbenfrohen Uniformen und gut präsentierter Musik sind besonders bei den älteren Bewohnern der Fleckengemeinde noch in lebendiger Erinnerung.

1976 wurde das 140-jährige Jubiläum des Schützencorps, verbunden mit dem Kreisschützenfest, gefeiert. Es war eines der größten Feste in der Region mit einem Umzug, den es in dieser Größenordnung zuvor in Aerzen noch nie gegeben hatte. Beteiligt waren 35 Schützenvereine und 17 Musikkapellen.

Die schießsportlichen Erfolge waren in diesen Jahren wiederum beachtlich. Die Leistungsschützen vertraten das Schützencorps im Kreis, Bezirk und Land hervorragend.

1982 wurde das Vereinsheim in der Domänenburg unter der Leitung von Schützenbruder Diethelm Adams und weiteren engagierten Helfern umgebaut, um den gewachsenen Bedürfnissen gerecht zu werden. Es entstand u. a. ein moderner Luftgewehrstand, der den Sicherheitsanforderungen und neuem Bedarf voll entsprach und die sportlichen Interessen neu belebte. Aber auch die gemütlich eingerichteten Räumlichkeiten, in denen die Kameradschaft bzw. Geselligkeit gepflegt wurde.

1986 feierte das Schützencorps sein 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass war das Zeltfest wieder mit dem Kreisschützenfest verbunden. Wegen der enormen Beteiligung der Schützenvereine des Kreises musste der Festumzug der Schützencorps bereits am Sonnabend durchgeführt werden. Der Umzug am Sonntag stand ganz im Zeichen des Kreisschützenfestes. Für den großen Festball war eigens eine Kapelle aus Oesterreich engagiert („Original Ternberger Buam“).

In diesem Jahr verstarb leider der sehr engagierte und verdiente Vorsitzende Karl Schwekendiek, der den Verein 17 Jahre erfolgreich geführt hat.

Seine Nachfolge trat Diethelm Adams an. Unter seiner Führung wurde in den Jahren 1989 bis 1990 in Edenhall ein von Grund auf neuer Kleinkaliberschießstand errichtet. Die Anlage aus dem Jahr 1943 (notdürftig erneuert 1952) wurde den sportlichen Belangen des Vereins nicht mehr gerecht und musste auch aus sicherheitstechnischen Gründen dringend erneuert werden. Viele Mitglieder und auch Freunde des Vereins machten es mit Eigenleistung und Unterstützung möglich, dass eine zeitgemäße Sportstätte geschaffen wurde. Zuschüsse aus der Gemeinde Aerzen, aus dem Landkreis und dem Landessportbund halfen mit bei der Finanzierung dieser Anlage, die 1990 eingeweiht wurde. 1991 wurde dann das 155-jährige Jubiläum wiederum traditionell mit Festumzug, Kommerz und einem Zeltfest gefeiert unter reger Anteilnahme durch die Bevölkerung.


Was hat sich in den letzten 20 Jahren bis heute verändert?

Es kann festgestellt werden, dass das Schützencorps Aerzen auch im Jahre 2011 noch aktiv und mit Leben erfüllt ist.

Wesentlich für die m. E. nach sehr stabile Situation im Schützencorps war die Kontinuität in der Führung, vergleichbar mit der Ära Karl Schwekendiek, der 17 Jahre die Geschicke des Vereins lenkte, (ohne die Verdienste seiner Vorgänger in Abrede stellen zu wollen!).

Diethelm Adams war 24 Jahre Vorsitzender des Schützencorps und konnte mit Unterstützung aus einem über Jahre hinaus gewachsenen Vorstandsteam (in dem es nur wenige wesentliche Veränderungen gab), seine zeitgemäßen Vorstellungen verwirklichen. Der Verein war sein Element, er trieb unermüdlich die Entwicklung voran, war Erneuerungen stets aufgeschlossen. Solche Strukturen ermöglichen Stabilität, darauf können wir zurückblicken.

Dank der genannten baulichen Erneuerungen in der jüngeren Vergangenheit wurden Sport- und Vereinsanlagen geschaffen, die sowohl für die Entwicklung des Sports und der Musik als auch der Pflege des Brauchtums gute Voraussetzungen geschaffen haben. Beschränkungen erfuhr das Schützencorps von „außen“. Einerseits lähmten die Umbauarbeiten in der Domänenburg das Vereinsleben und den Schießsport fast 3 Jahre bis 2006. Unser Schützenbruder Herbert Tölke stellte in dieser Zeit seine privaten Räume zur Verfügung, damit keine größere sportliche Lücke entstehen konnte. (Danke!)

Ein weiteres Problem stellte sich wenige Jahre später durch erhöhte Sicherheitsauflagen des Landkreises. Um das Gelände des Kleinkaliberstandes in Edenhall musste u.a. ein neues Zaunsystem angelegt werden.

Für beide „Baustellen“, die von den Mitgliedern des Schützencorps nicht nur finanziert sondern auch vorrangig durch Eigenleistung eingerichtet wurden, waren enorme Anstrengungen erforderlich.

Nicht unerwähnt sollen weitere Verbesserungen auf beiden Anlagen (Edenhall und Domänenburg) in den letzten 3 Jahren bleiben, die wiederum durch Eigenleistungen der Mitglieder und Finanzierung durch das Schützencorps geschaffen wurden. (Regenschutz und Einstellmöglichkeiten für Fahrzeuge in Edenhall, Verbesserung der Ausstattung in der Domänenburg u.a.m.): Vereinsalltag!

In all diesen Jahren hat sich der Mitgliederbestand nur unwesentlich verändert. Aber, auch nicht sichtbar verjüngt. Diese Entwicklung muss man aufmerksam beachten, aber auch aus der gesellschaftlichen Entwicklung bewerten. Zeiten, in denen die Kinder eigeninitiativ und kreativ ihre Freizeit gestalten mussten, weder über Fußball noch Fahrrad, geschweige denn über Computer, Play Station usw. verfügten, sind längst Vergangenheit. Wir leben in einem Zeitalter des Überangebots - auch an Freizeitangeboten für die jetzige Generation. Wie würden unsere Kinder heute auf Appelle von vor 35 Jahren antworten, die in dieser Zeit angesagt waren:

„Unser Appell geht an alle Bürger unseres Ortes und besonders an die Jugend: Erhaltet das Geschaffene durch rege Beteiligung am Vereinsleben! Hegt und pflegt Sitte und Brauchtum zur eigenen Freude und Nachahmung späterer Generationen.“

Wir müssen begreifen, dass es eigentlich die Vorbilder sind, die unsere Kinder und Jugendlichen anspornen, denen sie folgen. Apelle sind wenig hilfreich. Im Schießsport fehlen in dieser Zeit die herausragenden „Idole“, die es im Augenblick eher im Fußballsport oder in anderweitigen Sportarten gibt. Aber: Zeiten und Werte ändern sich!

Derzeit sind wir rund 120 Mitglieder, vor rund 35 Jahren waren es auch nicht mehr. In Nachkriegszeiten bestand der Verein zeitweise aus 30 Mitgliedern. Niemand wird im Augenblick sagen können, was die Zukunft bringt. Wir werden sicherlich Einbußen erleben, danach aber wieder mehr Schützen sein. Die ältere Generation wird durch eine jüngere ersetzt und dann eines Tages in der Mehrheit sein und andere Jugendliche nachziehen.

Heute können wir nicht behaupten, dass wir uns in einer dynamischen Aufwärtsphase befinden. Dazu müssten alle Generationen anteiliger vertreten sein. Das ist nicht der Fall. Kein Grund aber, hier mit den Dingen zu hadern. Die Bewegungen nach unten und oben sind auch in vielen anderen Vereinen vorgezeichnet. Kaum ein Verein wird ohne Visionen in die Zukunft blicken können. Wir, das Schützencorps Aerzen sind lebendig. Wir werden auch unser 200. Jubiläum feiern.

Unsere Schützenschwestern und Schützenbrüder sind regelmäßig in den Vereinswettbewerben und durch Schießsportveranstaltungen mit Mannschaften im Kreis und Unterkreis vertreten. Erfolgreich! Frauen, Jugendliche, Altersklasseschützen und Senioren beteiligen sich regelmäßig.

2006 fand unser letztes Zeltfest neben der Domänenburg nach alter Tradition (zum 170. Geburtstag) statt. Das Interesse der Bevölkerung war eher mäßig. Die Mühen um die Vorbereitung und Durchführung haben sich letztlich nicht ausgezahlt.

Der Schwerpunkt hat sich zur Zeit mehr in den Bereich „Brauchtumspflege“ verlagert. Doch unsere regelmäßig durchgeführten Aktivitäten könnten für andere Vereine ein Beispiel sein. Ein Überblick über unseren Veranstaltungskalender:


• Jährliche Generalversammlung im Januar, Wahlen des Vorstands

• Vereinsmeisterschaften Luftpistole / Luftgewehr in der Domänenburg mit anschl. gemeinsamen Essen

• Anschießen (um den Dewezet-Pokal) mit Kleinkalibergewehr auf Edenhall mit anschließendem
   Eisbeinessen

• Osterfeuer auf Edenhall

• Ostereierschießen / Domänenburg

• Wanderung zum 1. Mai mit Kaffeetafel und Grillen auf Edenhall
   Brauchtumsfahrt des Musikzuges zum 1. Mai

• Vereinsmeisterschaften Luftpistole und Luftgewehr in der Domänenburg

• Vereinsmeisterschaften Kleinkaliber Edenhall

• Unterkreiskönigsschießen (verschiedene Mannschaften)

• Königsschießen / Domänenburg und Edenhall

• Proklamation, Anbringen der Scheiben, Königsvesper i. d. Domänenburg

• Tages-Busreise mit Angehörigen und Gästen (unterschiedliche Ziele)

• Abschießen auf Edenhall (Ernst-August-Pokal) – anschließend Eisbeinessen

• Veranstaltungen mit Jugendlichen / Gemeinschaftsarbeiten

• Gottesdienst mit Kranzniederlegung zum Volkstrauertag

• Preisskat und Knobeln – in der Domänenburg mit zünftiger Vesper

• Weihnachtsfeier im Gasthaus Edenhall für Kinder und Angehörige

• Grünkohlwanderung u.a.m.



Wir sehen die Entwicklung positiv!